Vom 15. bis 18. Mai 2025 erkundeten 39 Frauen der kfd St. Martin bei traumhaftem Wetter die Nordfriesischen Inseln. Gestartet in Sendenhorst und gestärkt mit einem Reisesegen von Pfarrer und Präses Clemens Lübbers wurde in Hamburg an der Elbphilharmonie ein erster Stopp eingelegt. Während einer interessanten Führung um die ‚Elphi‘, dem neuen Wahrzeichen der Stadt, wurden der Gruppe interessante Details zur langen Planung und Entstehung des imposanten Bauwerks, errichtet auf historischem Gebäude im Stadtteil HafenCity am Kaiserhöft, mitgeteilt. Auf dessen Sockel wurde ein moderner Aufbau mit einer Glasfassade gesetzt, der an Segel, Wasserwellen, Eisberge oder einen Quarzkristall erinnern soll. Die Sonneneinstrahlung spielt eine große Rolle und wurde beim besonderen Fensterbau berechnet. In der Elbphilharmonie gibt es ein Hotel, Konzertsäle und Wohnungen. Mit den Bogenrolltreppen, der längsten Deutschlands und Westeuropas, ging es hinauf in die Plaza, wo man einen beeindruckenden Blick auf Hamburg und den Hamburger Hafen hatte. Danach steuerte der Bus die Unterkunft der Gruppe an, das Nordsee-Hotel Arlau-Schleuse in Hattstedtermarsch, wo die Teilnehmerinnen auch gesellige Abende verbracht haben. Am Freitagmorgen machte sich die Gruppe früh auf den Weg. Begleitet von einer sehr kundigen Reiseführerin ging es über Romo in Dänemark und setzte mit der Fähre auf die Insel Sylt über nach List, der nördlichsten Gemeinde Deutschlands Bei der ‚nördlichsten Fischbude Deutschlands - Gosch', wurde Halt gemacht. Dort konnte man sich stärken, bis es dann weiter ging über die Insel. Herrliche Landschaften und viele traumhafte Reethäuser konnten bestaunt werden. Die Reiseleiterin erklärte die Besonderheiten auf dem Weg in Richtung Kampen. Die Dünenlandschaft ist mit Strandhafer und Heidekraut bewachsen, so behält sie ihre Form. Die Wanderdünen können bis zu 15 Meter im Jahr wandern. Kampen gehört zum teuersten und exklusivsten Ort der Insel. Im Meer sind Austernbänke angelegt. Die Pazifische Auster wird dort zur 'Sylter Royale Auster' angebaut. Die Bänke können im Winter nicht im kalten Wasser bleiben und müssen überwintert werden. Keitum ist der älteste Ort der Insel und mit seinen vielen Fischerhäusern imposant anzusehen. Ein Weinberg mit 1.000 bis 1.200 Weinstöcken ist in privatem Besitz. Die alte Strandvogtai in Tinnum. ein imposantes Gebäude, wurde gesehen. Die Süßwasserquellen auf Sylt liefern das 'Sylter Quellen Trinkwasser‘, was gut vermarktet wird. Zum Schutz der Ressourcen ist auf Sylt das Sandburgenbauen verboten. Seit 1980 steht das Wattenmeer unter Naturschutz und ist seit 2009 Unesco Welterbe Wattenmeer mit seinen drei verschiedenen Schutzzonen. Durch die Gezeiten und das Meer hat sich die Form der Insel bereits verändert. Der Nachmittag hatte Luft zur freien Verfügung und man konnte in Westerland auf der bekannten Friedrichstraße bummeln. Interessant war die Rückfahrt mit dem Bus auf dem Hindenburgdamm. Der Autozug zog den Bus zurück nach Niebüll. Es wurde das Lied „Westerland“ angestimmt. Am Samstagmorgen ging es in Richtung Dagebüll, wo die Reisegruppe am Fährhafen auf die Insel Föhr übersetzte. Mit dem Insel-Bus und einer Führung über die schöne Insel Föhr wurde gestartet. Auf der 2stündigen Rundfahrt ist den Teilnehmenden in äußerst humoriger und auch selbstironischer friesisch-nordischen Art manche Anekdote und Gepflogenheit erklärt worden, z. B. dass der Balken auf dem Schulhof der Grundschule nicht zum Turnen genutzt wurde, sondern um Ponys anzubinden, womit die Kinder seinerzeit zur Schule kamen (anstatt mit dem SUV) oder warum man dort eine Wattwanderung auch ’natürliche Auslese' nennt. Es gibt Orte, z. B. Olsum, die keine Straßennahmen haben. Daher sollte sich ein Postbote gut mit den Namen und Hausnummern auskennen. Lustig ist auch die Namensgebung von Personen, um diese zu unterscheiden. Es blieb bei den Reisenden kein Auge trocken. Auf der Insel Föhr sind die Maulwürfe ausgestorben und es gibt (noch) keine Wölfe. Auch über die. ‚Traumstraße‘ befuhr man die Insel und erfuhr, dass ein reetgedecktes Dach etwa 35 Jahr hält und 4 x so teuer ist wie eines mit Dachziegeln. Das Reet kam früher von der Insel, heute meistens aus dem Ausland. Bei einem Stopp konnte die Gruppe die Weite genießen auf die Hallig Hooge, die Salzwiesen und das Watt sowie die Inseln Amrum und Sylt sehen. In 39 km umwandert man die Insel und 36 km braucht es für die Umrundung mit dem Rad. In Nieblum möchte man das Weinanbaugebiet von 6 auf 9 ha erhöhen. Der Föhrer Whisky wird in Dunsum, auf einem Hof mitten im Nationalpark Wattenmeer, destilliert. Der Nachmittag wurde zur freien Verfügung verbracht. Man konnte über die herrliche Strandpromenade mit den vielen kleinen Geschäften und Lokalitäten oder auch am Strand entlang bummeln. Nach diesem Tag wusste die Reisegruppe, warum die Insel auch „friesische Karibik“ genannt wird. Schweren Herzens ging es am Sonntag über Bremen zurück. Ein Blick auf die ’Schlachte’, das Rathaus, auch ‚roter Roland‘ genannt und natürlich die Bremer Stadtmusikanten auf dem Marktplatz durften nicht fehlen. Die Gruppe kam gut gelaunt gegen 18.30 Uhr wieder in Sendenhorst an.
